Stará Pražská Cesta – Roadbook – Etappe 2

Etappe 2

Krásná Lípa – Mělník

123 km / 149 km

1800 hm / 2250 hm

Ständiges Auf und Ab. Die Wege können je nach Wetterlage stark variieren. Kurzes Bike & Hike möglich. Im letzten Abschnitt könnt ihr euch entscheiden, ob ihr die kürzere oder lange Variante fahren wollt.

Inhalt

Křížová hora & Burg Tolštejn

km 0 – 14

3📌Kirnitzschquelle
6,3📌Windmühle
10,2🗻Bergwertung Křížová hora****
11,2📌 Křížová hora
13,8🏰Burg Tolštejn

Hinter der Windmühle gibt es direkt eine rasante Abfahrt. Aber Vorsicht: am Ende ist ein kleiner Bahnübergang!

Hier machen wir einen kleinen Umweg zur Křížová hora (Kreuzberg). Der Weg ist beschwerlich! Dort wartet ein kurzer, aber sehr steiler Anstieg: Hier heißt es Kräfte einteilen, oder schieben. Niemand hat gesagt, dass das Pilgern eine einfache Geschichte ist…

Oben angekommen befindet sich eine kleine Wallfahrtskapelle. Vor der Kirche befinden sich elf Steintafeln, die unterschiedlichste (biblische) Szenen darstellen. Solche Tafeln findet man in der Region auch noch an einigen anderen Stellen. In Cvikov werden wir solche Tafeln ebenfalls passieren.

Auf dem Kreuzberg erhält man bereits eine Aussicht zur Burg Tolštejn. Diese hatte etliche Herrschaftswechsel hinter sich und wurde nach einer Belagerung durch die Schweden niedergebrannt. Das Tal unterhalb der Burg war für den Bergbau bekannt. Es gibt Sagen, dass dort Gold und andere Edelsteine gefunden wurden. Das konnte aber bisher nicht belegt werden.

Stará Cesta – Cvikov

km 14,5 – 32

14,7📌historischer Abschnitt SPC
24🏰Burg Milštejn
30,2🗻Bergwertung „Wand von Cvikov“****
30,7📌 Křížová hora
32,3🛒Bäckerei, Supermarkt
32,3🍺Pivovar Cvikov (offtrack)

Nun geht es auf alten Hohlwegen voran. Dieser Weg wurde noch bis Ende des 18. Jahrhunderts als Hauptstraße benutzt. Je nach Wetterlage kann es hier schlammig sein. In diesem Abschnitt passiert man einige Meilen- und Grenzsteine, sowie eine Jakobssäule. Zudem sind hier einige kurze Abschnitte „befestigt“.

Etwas dahinter befindet sich die Burg Milštejn. In der Abfahrt unbedingt dem Track folgen! Hier erwartet euch ein Felsentor, wobei die eigentliche Burg mit ihren heutigen Überresten direkt darüber liegt. Kurz nach der Errichtung war sie bereits eine wahre Räuberburg.

Die „Wand von Cvikov“: wer schafft es hier ohne schieben hoch?

Daraufhin erwartet euch erneut eine Křížová hora. Diese ist ähnlich wie in Jiřetín.

Am Ortsausgang im Osten befindet sich die Brauerei Cvikov mit sehr guter Küche (leichter Offtrack). Es wird noch früh am Tage sein, also werdet ihr wahrscheinlich leider die Brauerei links liegen lassen müssen. 

Dieser Landstrich war im Übrigen für die Glasproduktion bekannt: Das Böhmische Waldglas, markant durch seine grüne Farbe. Die Glashütten waren in den dicht bewaldeten Gebieten verteilt. Der Wald wurde gerodet um Pottasche herzustellen. Die Hütten zogen weiter, wenn der Rohstoff zu Neige ging. Für 1 KG Waldglas hat man circa 20-30 Hektar Wald roden müssen.

Sloup

km 40

40,4📌Schloss Sloup & Lindenallee
41,4🏰Burg Sloup
43,4🏰Burg Svojkov
44,3📌Felsenkapelle (optional)

Kurioserweise ist das Schloss im Zentrum des Ortes heutzutage ein Altenheim (wir passieren es auf der Rückseite, Lindenallee zur Kapelle). Am Ortsausgang befindet sich hoch oben auf dem Felsen erneut eine kleine Burg. Diese war eher unbedeutend.

Auf dem Weg heraus aus Sloup nach Osten passieren wir erneut eine (zerfallene) Burg in Svojkov.

Wenn ihr dem Track dort in die Felsen hinein folgt, gelangt ihr zu einer Felsenkapelle (Skalní kaple Panny Marie Lurdské). Ein Wallfahrtsort, der nach dem zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Es ist lediglich die Felskapelle übrig geblieben. Auf dem Weg dorthin heißt es auf jeden Fall schieben! Ein Blick ist lohnenswert!

Česká Lípa

km 52

53,4🏰Wasserburg Lípy
53,5🍺Pivovar Lípák & Altstadt
55,1🛒kleiner Supermarkt

Eine von Industrie geprägte Stadt. Hier empfiehlt es sich die Vorräte wieder aufzufüllen.

Es gibt im Zentrum ein Wasserschloss, welches in der heutigen Zeit nur wenig Beachtung erfährt. So zerfällt es langsam.

Von dort aus kommt ihr aber ziemlich einfach in die Altstadt. Selbstverständlich hat der Ort eine kleine eigene Brauerei.

Wer den Trubel der Stadt nicht mag, folgt einfach der Route. Ihr findet einen kleinen Supermarkt im Süden der Stadt (Markierung).

Zahrádky – Tuhaň

km 62,5 – 92

62,5kurze steile Abfahrt!
63,8🏰Schloss Zahrádky
64,31 km nicht lenken
66,9🏰Tvrz Jiljov
80,4🍺Einkehr
84,5Abfahrt
92🛒Supermarkt

Bei der Abfahrt kurz hinter der „Kuhstatue“ ist etwas Vorsicht geboten: Ein kurzer steiler Hang mit einer Serpentine.

Dort dringt ihr in das Peklo (Höllenschlund) ein. Dieses sumpfige Tal schlängelt sich von Česká Lípa bis hier her durch die Landschaft. Größtenteils ist es aber verboten dort mit dem Rad zu fahren (Naturschutzgebiet).

In Zahrádky angekommen findet ihr ein großes Schloss, einst das größte in Nordböhmen. Vielleicht haben wir etwas Glück und es blühen noch die Narzissen auf dem Schlossgelände.

Weiter südlich kann nochmals ein kleiner Burgturm abseits der Straße besichtigt werden (Track folgen). Ein kleiner unscheinbarer Wachturm: Tvrz Jiljov. Vermutlich diente er zur Nachrichtenübertragung: Entlang des Flusstals findet man einige solcher Wachtürme.

Wir schlängeln uns aber nicht durch die Täler, da diese häufig eher sumpfig und kaum zu befahren sind. Also nehmen wir erneut den historischen Weg über die Berge, die hier mehr und mehr abflachen. In der Region nutzen wir erneut einige ehemalige Hohlwege. Häufig wurden diese in der heutigen Zeit zu Straßen umfunktioniert.

Die Abfahrt bei KM 84,5 ist je nach Witterung sehr mit Vorsicht zu genießen (Regenrinnen)!

In Tuhaň gibt es nochmal einen kleinen Potraviny (kleiner Supermarkt): Kreuzung links halten (siehe Markierung). Das ist die letzte Versorgungsmöglichkeit vor dem Ziel.

Kokořínsko

Ein großes Gebiet, auch Daubaer Schweiz genannt, ist bekannt für seine Standsteinfelsen und Skulpturen. Im Norden und Osten des Gebietes findet man einige Burgen: Kokořín, Starý Bernštejn, Houska und Bezděz.

Unser Weg führt allerdings am äußersten Westen entlang. Der lange Weg dringt etwas tiefer in der Gebiet ein.

Želízy

km 105 – 110

105📌Die Schlange
106📌Die Steinköpfe
109📌Čertovy hlavy (optional)
110📌Klácelka (optional)

Ab KM 105 gibt es diverse Felsskulpturen aus Sandstein am Wegesrand. Sie sind etwa 1841 von Václav Levý entstanden. Hier findet ihr unter anderem eine Schlange, ein Relief mit vier verschiedenen Köpfen und daneben eine kleine Höhle mit einer Frau, die eine Harfe hält: Hafernice (Hafenspielerin).

Wer kein Bike & Hike mag, biegt nach der kurzen Abfahrt (ca. km 108) beim Freibad nach rechts ab (Track geht nach links), folgt dem Weg zum Schloss Libešov und lässt die folgenden Höhepunkte aus.

Nach der Überquerung der Hauptstraße gibt es eine kleine Kletterei zu den Čertovy hlavy (Teufelsköpfe). Ebenfalls von Václav Levý. Diese sollen Ursprünglich von der anderen Elbseite sichtbar gewesen sein um Angst und Schrecken zu verbreiten. Die Elbe ist auch nur noch ein kleiner Steinwurf entfernt. Der Anblick lohnt sich definitiv.

Nach einem kurzen Abstieg und erneuten Anstieg erwartet euch die Klácelka Höhle. Ebenfalls ein Kunstwerk, welches tschechische Helden und Fabelwesen darstellen soll.

Hier trennen sich der kurze und lange Track: entweder es geht direkt nach Mĕlník, oder ihr fahrt zusätzlich eine Schlaufe über die Burg Kokořín.

Schloss Libešov

km 111

111🏰Schloss Libešov

Ursprünglich eine Burg, wurde sie im 16. Jahrhundert zu einem Schloss umgebaut. Erst im Renaissancestil und später nach neugotischem Vorbild. Hier gab es häufiger Eigentümerwechsel. Zwischenzeitlich gab es auf dem Gelände auch eine kleine Brauerei.

Langer Track

km 108 – 145

Wem das Abenteuer noch nicht genug war, dem sei der lange Track sehr ans Herz gelegt. Hier gibt es ein paar zusätzliche Bergwertungen und die Burg Kokořín, sowie ein eindrucksvolles Tal mit Sandsteinfelsen, in dem man es einfach rollen lassen kann.
Ihr solltet zusätzlich anderthalb Stunden einplanen.

mehr Info

Hrad Kokořín

114🗻Bergwertung Tupadly***
118🗻Bergwertung Straße**
123📌Felsental
132🏰Burg Kokořín
134🍺diverse Einkehrmöglichkeiten
138🗻Bergwertung****

Ursprünglich um 1320 erbaut. Die Burg wurde bis zum 17. Jahrhundert genutzt. Sie wurde allerdings während der Hussitenkriege größtenteils zerstört (15. Jahrhundert) und galt daraufhin als baufällig. Auch wenn es zu dieser Zeit verschiedenste Besitzer gab, wollte niemand einen verödeten Herrensitz bewohnen. Legenden Besagen, dass während dieser Zeit die Burg als Unterschlupf für gefürchtete Banditen in dieser Region galt.

Kaiser Ferdinant III zählte die Burg nach dem Dreißigjährigem Krieg zu den verfluchten Burgen und somit durfte diese nicht restauriert oder instand gehalten werden, da der Kaiser dort eine potentielle Gefahr für seine Macht sah.

Zwischen 1911-1918 wurde die Burg erneut im neugotischem Stil aufgebaut.

Mĕlník

km 121 / km 148

Anschließend geht es zum Etappenziel Mĕlník. Hier fließt die Vltava (Moldau) in die Labe (Elbe). Außerdem werden die Flusshänge zum Weinanbau genutzt. Hier findet ihr diverse Supermärkte zum Verpflegen. Natürlich ist unserer Ziel auf einem Berg im historischen Zentrum der Stadt.

Das Prager Tor ist eine der letzten Reliquien der Befestigung der Stadt.

Es lohnt sich ein kleiner Abstecher (ob mit Rad oder zu Fuß) zum Kapuzinerkloster. Von dort könnt ihr den Blick zur Moldaumündung schweifen lassen.

Unterkunft

Hotel Jaro
17. listopadu 174

276 01 Mělník 1

Abendessen

Němý Medvěd

Mikrobrauerei um die Ecke

von

Bike & Pivo
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