Etappe 1


Görlitz – Krásná Lípa
119 km
ca. 1500hm
Welliges Terrain, die meiste Zeit gut zu befahren. Ab der Grenzregion wird es zeitweise rumpelig.

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Görlitz – Bautzen
km 0 – 54
| 10,3 | 🏰 | Schloss Liebenstein |
| 12,6 | 🗻 | Bergwertung Hochstein (ohne Gipfel)** |
| 23,4 | 🏰 | Wasserschloss Döbschütz |
| 41,7 | 📌 | Drehsaer Schlosspark |
Nach dem Start in Görlitz folgen wir einem der bedeutendsten Handelswege der Region: die Via Regia. Eine West-Ost-Verbindung, die Leipzig mit dem heutigen Polen verband. Streckenweise gibt es kleine Änderungen des originalen Verlaufes, da sich einige Hauptwege im Laufe der Zeit in Straßen, teilweise auch Bundesstraßen, verwandelt haben.
Unweit von Görlitz gibt es die erste Bergwertung. Wer hoch zum Gipfel des Hochsteins möchte, muss einfach nur der asphaltierten Straße weiter folgen.
Aufgrund von mangelnder Auffüllmöglichkeiten solltet ihr die erste Pause für Bautzen einplanen. Dort lohnt sich eine Pause eher.
Bautzen
km 54
| 54,2 | 🛒 | Supermarkt Bautzen |
| 55 | 📌 | Stadtmauer Bautzen |
| 56,6 | 🍴 | Restaurant Wjelbik |
| 56,8 | 🛒 | Bautz’ner Senfladen |
| 57 | ❗ | langsam fahren! (Fußgänger) |
In Bautzen angekommen, starten wir im Zentrum am Dom St. Petri den eigentlichen Weg: Die Stará Pražská Cesta. Am Fleischmarkt schadet ein Blick in den Bautz’ner Senfladen nicht. Eine Eierschecke bekommt man in eine der zahlreichen Bäckereien im Zentrum.
Die Stadt selbst galt schon früh als Schnittpunkt diverser Handelsrouten: Via Regia von Westen nach Osten, Stará Pražská Cesta nach Süden und nach Norden zur Verbindung bis zur Ostsee.
Durch die Gründung des Sechs Städte Bundes stieg die Stadt zur Handelsmetropole auf. Somit wuchsen fortlaufend die Befestigungsanlagen.
Heutzutage immer noch gut ersichtlich: Die Stadtmauer oder die Ortenburg im Nordosten (Offtrack) der Altstadt. Generell gibt es in der Altstadt diverse Prunkbauten, die auf eine florierende Vergangenheit hindeuten lassen.
Beim Zubringer zur Spree langsam fahren! Achtet auf die Fußgänger!
Beim Verlassen von Bautzen orientieren wir uns häufiger am Flussverlauf der Spree. Ungewöhnlich, denn früher wurden die Karren nämlich über die Berge geschoben oder von Nutztieren gezogen, da die unmittelbare Flussumgebung sumpfigen Morast aufwies.
Obergurig – Kirchau
km 69
| 68,4 | 📌 | Böhmische Brücke |
| 69,1 | 🏰 | Bergwertung Jägerpass**** |
| 73,7 | ❗ | VORSICHT BEI DER ABFAHRT |
| 77,2 | 🛒 | Supermarkt |
| 77,3 | 📌 | Johanneskirche |
| 79,8 | 🏰 | Burg Körse |
In Obergurig (Hornja Hórka: Dorf am Hügel) überqueren wir eine alte Steinbrücke (erbaut 1724), die bereits schon zu Zeiten des eigentlichen Handelsweges benutzt wurde. Allerdings war diese aus Holz und musste häufig erneuert werden und wurde Mönnigssteig: Zugang nach Mönchswalde genannt. Heutzutage heißt sie schlicht Böhmische Brücke.
Kurz darauf erwartet uns der Mönchswalder Berg mit dem Jägerhaus Pass als erstes echtes Hindernis, bevor es wieder bergab geht. Der Anstieg startet mäßig und bietet zwischenzeitlich eine 20%+ Steigung.
Die Abfahrt ist je nach Witterung sehr mit Vorsicht zu genießen. Hier gilt: lieber mehr bremsen als zu wenig!
Einen Supermarkt findet ihr direkt am Track (Ortseingang).
Von weitem kann man bereits die Johanneskirche in Kirchau erspähen. Außerdem gibt es am Ortsausgang auf einem Hügel die Überreste der Burg Körse (hier den Track folgen). Diese diente als Schutz für den Handelsweg. Allerdings hat es ein Burgherr etwas übertrieben und wurde mehrfach der Räuberei beschuldigt, sodass die Burg vom Sechsstädtebund eingenommen und zerstört wurde. Solche Szenarien können für fast alle Burgen übernommen werden die wir passieren werden.
Spree bis zur Grenze
km 80 – 90
| 81,6 | 📌 | Kirche Mariä Himmelfahrt |
| 84,8 | 📌 | Alte Spreebrücke |
| 85 | 🍺 | Hausbrauerei Rosner (Offtrack) |
| 85,6 | 📌 | Himmelsbrücke |
| 86,3 | 📌 | Friedenskirche Sohland |
| 86,7 | 🛒 | Supermarkt (Offtrack) |
| 86,5 | 🍴 | Bäckerei |
| 87,8 | 🗻 | Bergwertung „Skigebiet“* |
| 90,5 | ❗ | Über die Grenze rumpeln |
Wieder an der Spree angekommen, lassen die alten Brücken erahnen, wie wichtig in den früheren Zeiten die Flussüberquerungen waren. Für unser Abenteuer nutzen wir erneut den Flussverlauf. Durch Funde und Ruinen, beispielsweise einer Wehranlage in Sohland, wird vermutet, dass der Böhmische Steig auch hier entlang führte. Eine genaue Rekonstruktion ist leider nicht mehr möglich.
Die Kirche in Sohland ist eine der Ältesten in der Gegend: Sie wurde erstmals 1222 erwähnt.
Südlich von Sohland dringen wir in das Lausitzer Gebirge ein. Am wahrscheinlichsten ist der Verlauf der heutigen Grenzstraße der ursprüngliche Weg. Allerdings ist diese Straße häufig stark befahren und das mögen wir nicht: also benutzen wir in der heutigen Zeit einen kleinen Schleichweg mit einer kleinen Flussdurchquerung.
Hier gibt es nochmal eine kleine Bergwertung.
Šluknov
km 94
| 94,2 | 🛒 | Supermarkt |
| 94,3 | 🏰 | Schloss Šluknov |
| 94,6 | 📌 | Pestsäule Dorfplatz |
| 94,7 | 🛒 | Supermarkt Dorfplatz |
| 96,7 | 📌 | Abgebranntes Kurhotel |
Eine der ältesten Städte in Nordböhmen ist Šluknov. Der Ort entwickelte sich rasch und durch die Lage am Fuße des Höhenzuges zur heutigen deutschen Grenze wurde Die Stadt zu einer Zollstadt ernannt.
Im Ortskern befindet sich auf dem Dorfplatz eine Pestsäule (oder auch: “Säule der Dreifaltigkeit”), welche man häufiger in den nördlichen Städten findet, da die Region besonders schwer von der Krankheit betroffen war. Diese Säulen dienen als Dank für das Ende der Pestepidemie.
Einen kleinen Supermarkt findet ihr direkt am Dorfplatz. Diesen würden wir auch eher empfehlen. Es dort weniger los und man kann sich bei Bedarf auch am Dorfplatz hinsetzen.
Rumburk
km 110
| 111 | 📌 | Kirche Rumburk |
| 111 | ❗ | ehem. Kapuzinerkloster (Offtrack) |
| 111 | 🛒 | Supermarkt (Offtrack) |
| 111 | 🍴 | Bohemian Coffee House (Offtrack) Tipp! |
Ebenfalls eine alte Stadt, die eine bewegte Geschichte hinter sich hat: sie musste mehrfach neu aufgebaut werden, da sie mehrmals abgebrannt war. Sie war eine Kreuzung von Handelswegen: Die Stará Pražská Cesta und eine Ost-West Verbindung nach Zittau. Bekannt wurde die Stadt für den Salzhandel und das Bierbrauen.
Neben dem historischen Marktplatz ist die Loreto-Kapelle zu erwähnen. Gebaut nach dem italienischen Vorbild der namensgleichen Kapelle war dieses ein Kapuzinerkloster in Nordböhmen. Wenn man etwas Zeit mitbringt, lohnt sich ein Besuch definitiv.
Wem es noch nach Kaffee und Kuchen lechzt, dem ist das Bohemian Coffee House sehr zu empfehlen. Guter Kaffee und leckere Teilchen. Manchmal muss man nur etwas Zeit mitbringen.
Krásná Lípa
km 118
Versorgung findet ihr direkt am Dorfplatz
Das Ziel unserer ersten Etappe. Dobrou chuť a na zdraví!
Unterkunft
Pivovar Falkenštejn
Křinické nám. 7/12, 407 46 Krásná Lípa
Abendessen
in der Unterkunft

von
